Aktuelles Glastage

Waldmuseum - 23.06.2017

Zwieseler Glaskunst „rockt“ Klattau

23.06. bis 16.07.2017

Alle lauschen gebannt den Klängen der Musik: (von re. nach li.) Kuratorin Jarmila Štěpánková, 1. Bürgermeister Rudolf Salvetr Stadt Klattau, 1. Bürgermeister Franz Xaver Steininger, Dolmetscherin Šárka Kafková und Kuratorin Elisabeth Vogl als Vertreter der Stadt Zwiesel.

Den Auftakt der Zwieseler Glaspräsentation bilden zwei hohe Vitrinen mit Arbeiten der beiden Glasfachschullehrer Alois und Hans Wudy. Dahinter reihen sich auf vier Feldern die Exponate von Stefan Stangl, G. Jo Hruschka, ChriSch und Alexandra Geyermann an. Zum Altarbereich hin stehen die imposanten Totentanzszenen aus Lampenglas von Hermann Ritterswürden und eine Gruppe mit aktuellen Arbeiten von Schülern der Glasfachschule Zwiesel.

Aufbau am Dienstag, 20. Juni (von li nach re): Kuratorin Jarmila Štěpánková aus Klattau, danach die Delegation aus Zwiesel: Šárka Kafková, Alexandra Geyermann, Kuratorin Elisabeth Vogl, Hermann Ritterswürden, Günther Joachimsthaler (G. Jo Hruschka) und Christian Schmidt (ChriSch).

„Gemeinsame Wege 5“ – Kunstausstellung der Städte Klattau und Zwiesel vom 23. Juni bis 16. Juli in der barocken Laurentiuskirche in Klattau 

Am Donnerstagabend war es soweit: Nach drei Monaten Vorbereitung konnten die Vertreter der Städte Klattau und Zwiesel ihr erstes gemeinsames Kulturprojekt in der ehemaligen barocken Dominikanerkirche St. Laurentius, die nun als Kunstgalerie fungiert, eröffnen. Zum 5. Mal wurde als Kooperationsprojekt der Stadt Klattau mit einer Partnerstadt eine Kunstausstellung durchgeführt.

Die beiden Bürgermeister Rudolf Salvetr von der Stadt Klattau und Franz Xaver Steininger aus Zwiesel zeigten sich begeistert von Qualität und Aussagekraft der gezeigten Exponate. Liegt der Schwerpunkt der aktuellen Arbeiten von Seiten Klattaus in Malerei, Keramik und Skulptur, setzt die Glasstadt Zwiesel auf den Werkstoff Glas.

In dem großzügigen Raum der ehemaligen barocken Dominikanerkirche St. Laurentius entfaltet sich in unnachahmlicher Weise ein Zusammenspiel, eine Harmonie zwischen den Werken der Künstler aus Bayern und Böhmen. Auch die Verschiedenartigkeit der verwendeten Materialien vermochte sich gegenseitig zu steigern. So treffen etwa Schlachtenfelddarstellungen im Hell-Dunkel des Barock von Martin Mrkva auf die gläsernen Totentanzszenen von Hermann Ritterswürden.

Von Seiten der Stadt Klattau nehmen 17 Künstler teil, deren Arbeiten die Kuratorin Jarmila Štěpánková in den ehemaligen Kapellen der Wandpfeilerkirche ins rechte Licht rückte: Die Maler Alena Anderlová, Miloslav Čelakovský, Zdeňka Hranáčová, Jaroslav Macek, Petr Masný, Martin Mrkva, Josef Pospíchal, Michael Rittstein, Ladislav Sýkora, Šimon Sýkora, Miroslav Šisler, Petr Štěpánek und Jarmila Štěpánková. Dazu sind Arbeiten des Bildhauers Václav Fiala zu sehen sowie Werke der beiden Keramiker Gustav Fifka und Jan Rybák.

Im Mittelschiff, auf den ehemaligen Feldern der Kirchenstühle, entfalten sich die großartigen Glasobjekte der sieben in Zwiesel wirkenden Künstler. Den Auftakt setzen in zwei hohen Vitrinen - quasi als  „Säulen“- die Brüder Alois und Hans Wudy. Der eine ehemaliger Lehrer an der Glasfachschule Zwiesel, der andere seit 1997 deren Leiter. Glas als ältester künstlicher Werkstoff der Menschheit entfaltet sich dann in unterschiedlichen Kunst- und Ausdrucksformen bei Stefan Stangl, Günther Joachimsthaler (G. Jo Hruschka), Alexandra Geyermann, Christian Schmidt (ChriSch) und Hermann Ritterswürden. Alle sind ehemalige Schüler der Glasfachschule, die sich individuell zu großartigen Einzelkünstlern entfaltet haben. Eine Gruppe mit aktuellen Arbeiten von Schülern der Glasfachschule runden die Zwieseler Werke ab.

Wer bis zum 16. Juli den Weg nach Klattau findet, sollte sich unbedingt Zeit für diese sehenswerte Kunstausstellung nehmen. Einen Ausflug sind die „Gemeinsamen Wege 5“ allemal wert.

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